ZIELE

Die Vision des Projekts „SIMMO-Lesen kommt in Bewegung“ – ist, ALLE Kinder zu fördern und durch das Training der sensorischen und motorischen Basiskompetenzen ein gutes Fundament für ihre schulischen Leistungen und ihre emotionale Intelligenz zu bilden.      

Konkrete Ziele des Projektes sind Verbesserungen in folgenden Bereichen:

-              Lesekompetenz

-              motorische Basiskompetenzen

-              Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit,

-              Impulssteuerung

-              Professionalisierung der PädagogInnen

 

Das Projekt läuft unter dem Gesamttitel TALENTE in BEWEGUNG. Es muss klar festgehalten werden, dass dieses Projekt nicht als Therapieform verstanden werden darf, sondern, dass gezieltes, motorisches Training als Motor für die vielfältige kindliche Entwicklung eingesetzt wird. Durch das gemeinsame Üben bzw. Wiederholen frühkindlicher Bewegungsmuster soll es gelingen, die vorhanden Talente der Kinder noch weiter auszubauen, oder, falls notwendig, vorhandene Defizite zu minimieren, damit das individuelle Potential zur Geltung kommen kann.

Das Training soll im motorischen Bereich den Muskeltonus, das Gleichgewicht, die Koordination und die Augenmuskulatur aufbauen, um damit das Fundament für Lernen und situationsangepasstes Verhalten zu stärken.

Ziele auf SchülerInnenebene

 

Das nahezu tägliche Training ermöglicht den SchülerInnen sich nach einer kurzen, bewegten Unterbrechung leichter zu konzentrieren.

Durch die regelmäßigen Übungen und durch die sich daraus ergebende Verbesserung des Körperbewusstseins sowie der motorischen Fertigkeiten soll erreicht werden, dass Schule für Kinder weniger anstrengend und ermüdend ist und daher mehr Freude macht. „Neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wird auch durch Musik und Bewegung Dopamin freigesetzt.“  Der Botenstoff Dopamin spielt eine wichtige Rolle im Motivationssystem und ist für die Energie- und Leistungsbereitschaft verantwortlich.

Auch wird die Steigerung der Lesekompetenz und der Schulleistungen einen positiven Einfluss auf das Selbstwertgefühl nehmen und dadurch das subjektive Gesundheitsempfinden erhöhen.

Die Verbesserung der körperlichen Koordination führt zu mehr Spaß an Sport und Bewegung und sorgt für weniger Ausgrenzung aufgrund von Ungeschicklichkeit.

Die Korrelation eines positiven Körpergefühls mit der emotionalen Intelligenz erleichtert ein situationsangepasstes Verhalten, das wiederum positive Rückmeldungen von LehrerInnen und Eltern zur Folge hat.

Ziele auf PädagogInnenebene

 

Das Wissen über das Wechselspiel zwischen motorischer Entwicklung und Lernleistung führt  PädagogInnen zu einer differenzierten Wahrnehmung möglicher Ursachen von Lern- bzw. Verhaltensschwierigkeiten bei ihren SchülerInnen und befähigt sie, individuelle Hilfestellungen zu geben. Sie entwickeln Verständnis für manche Eigenheiten der Kinder (z.B. vom Sessel fallen, nicht auf der Zeile schreiben können, beim Arbeiten am Boden liegen wollen, aus dem Fenster hinausschauen  uvm.) und eine Sensibilität für Kompensationsstrategien mancher SchülerInnen. So kann es sein, dass ein Kind das Heft schräg hält, um seine Körpermitte beim Schreiben nicht überkreuzen zu müssen, oder den Finger beim Lesen auch noch in der dritten Klasse als Zeigehilfe benötigt, weil seine Augen zwischen den Zeilen „herumspringen“.

Das Kommitment aller PädagogInnen der Volksschule zu diesem Projekt führt zu gegenseitiger Unterstützung, Übernahme von Trainingseinheiten bei Absenzen und einem regelmäßigen Austausch über Erfolge, Misserfolge, neue Ideen bei der Umsetzung,  Grenzen des Machbaren, Richtigkeit der Übungsdurchführung uvm.

Mit fortschreitender Projektdauer ist zu erwarten, dass sich Verhaltensauffälligkeiten, deren Ursprung in schwach entwickelter sensorischer Integration liegt, verringern und es zu einer stressreduzierten und entspannten Unterrichtssituation für PädagogInnen kommt.

Der tägliche Trainingszeitaufwand von 15 Minuten scheint nicht unerheblich, es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass dieser durch das schnellere Beginnen und konzentriertere Arbeiten der SchülerInnen ausgeglichen wird.

Ziele auf Elternebene

 

Die Umsetzung der Ziele auf SchülerInnen- und PädagogInnenebene hat zur Folge, dass Lern- und Verhaltensschwierigenkeiten, die aufgrund mangelnder sensomotorischer Entwicklung auftreten können, in der Schule als solche erkannt werden. Das Training an der Basis unterstützt die Bewältigung dieser Probleme und soll dadurch den Eltern den Schulalltag erleichtern. Damit übernimmt Schule die Verantwortung, ihr pädagogisches Konzept an den Stand der kindlichen Entwicklung anzupassen um eine Win - Win Situation für alle Beteiligten zu erreichen.

Die Eltern erhalten bei den Elternabenden einen ersten Projektüberblick. Bei einem Elternworkshop werden die Inhalte – Zusammenhang – Bewegung und erfolgreiches Lernen - sowohl theoretisch fundiert präsentiert, als auch selbst am eigenen Leib erfahren. Indem Eltern ihre eigenen körperlichen Besonderheiten bemerken, entwickeln sie Verständnis für die Lern- oder Verhaltenseigenheiten ihres Kindes, die Erwartungshaltungen werden angepasst,

Die Angebote der Elternabende und des Blogs auf der eigens entwickelten Website bieten Information für Eltern. Dieses Wissen führt zu  mehr Verständnis für die Eigenheiten des Kindes (z.B. Liegen bei der Hausübung, ...) und hilft ihnen, zwischen „Nicht-Wollen“ und „Nicht-Können“ zu unterscheiden.

Außerdem haben die Eltern die Möglichkeit durch ihre persönliche Mitarbeit im Elternhaus (z.B. Massage) den Erfolg dieses Projektes für ihr Kind zu erhöhen.

Zusätzlich soll es dreimal im Jahr einen „Talentimpuls“ geben – ein Angebot eines Abend, an dem ein von den Eltern ausgewähltes Thema mit einem Impulsvortrag initiiert wird und über das dann im Anschluss diskutiert wird.  Damit gibt es auch einen möglichen Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern.