Projektverlauf

Einschulung der PädagogInnen

Das Projekt startete mit der intensiven Einschulung aller PädagogInnen der PVS Sacré Coeur Pressbaum im August 2014. Hierfür wurde von der KPH Wien Krems eine schulinterne Fortbildung (SCHILF) im Ausmaß von 2 mal 8 Unterrichtseinheiten zur Verfügung gestellt. Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass das Ziel dieser Einschulung nicht die Heranbildung von ExpertInnen zum Thema frühkindlicher Bewegungsmuster verfolgte, sondern es wurde durch gezielte Hintergrundinformation den LehrerInnen der Sinn und die Auswirkung dieser Bewegungsübungen näher gebracht. Diese Information soll die PädagogInnen nachhaltig dafür sensibilisieren, frühzeitig zu erkennen, was Kinder benötigen um ihren Begabungen entsprechend handeln zu können. Hiermit soll noch einmal klar hervorgehoben werden, dass SIMMO keine Therapieform ist.

Motorische Statuserhebung

Jedes Kind wurde zu Projekt einen 10  minütigen Motorikscreening unterzogen.

Die Daten wurden anonymisiert in ein Online-Tool eingegeben. 

An den Ergebnissen konnte man erkennen, dass viele Kinder motorische Schwierigkeiten haben.

Beim Hampelmann hatten Kinder Probleme mit dem Rhythmus:

2.Klassen: 43 %

3.Klassen: 42 %

4.Klassen: 35 %

Keinen Labyrinth-Kopfstellreflex hatten:

2.Klassen: 27 %

3.Klassen: 28 %

4.Klassen: 24 %

Übungsdurchführung in der Klasse

Das Training begann in der 2. Schulwoche. Der Trainingsplan umfasste fünf Übungen, die in der Klasse, vier Übungen, die im Turnsaal und zwei Übungen, die als Hausübung durchgeführt wurden. Hierbei wurde es den PädagogInnen freigestellt, zu welchem Zeitpunkt dieses Training stattfindet. Die Kinder übten im Klassenverband viermal pro Woche für ca. fünf bis zehn Minuten. Zunächst wurden die Übungen von den LehrerInnen vorgezeigt, später wurden in manchen Klassen „Simmo – Beauftragte“ bestimmt, die die Übungen den Kindern beschrieben, während diese sie durchführten. Somit hatten die PädagogInnen die Möglichkeit, während der kurzen Übungseinheiten die Kinder zu beobachten und auf die Richtigkeit der Übungsdurchführung zu achten.

Motivation zur Übungsdurchführung

Um Simmolino, den Hauptprotagonisten des SIMMO-Bewegungsprogramms rankt sich eine Geschichte, die den Kindern als Motivation erzählt werden kann. Die einzelnen Talent-tiere erleben diverse Abenteuer.

Jeden Tag kommt Simmolino auf seinem Weg weiter und es wird ein weiterer Punkt ausgemalt. 

Die unterschiedlichen Bewegungsübungen haben Tiernamen erhielten: die „Talentiere“. Die Namen sollen einerseits Gedächtnisbrücken zu der fachgerechten Ausführung der Übungen herstellen, weil die Bewegungen dem natürlichen Verhalten der Tiere ähnelt und andererseits die Motivation durch die natürliche Begeisterung der Kinder für Tiere fördern.

Hausübungpass

Evaluierung des Verhaltens

Alle PädagogInnen haben zu Projektstart 2014 und zu Projektende 2016 Fragebögen mit 15 Fragen zu jedem Kind ausgefüllt. Diese enthielten Fragen wie Kann das Kind warten bis es an der Reihe ist,kann es Ordnung halten,  beginnt es zügig mit der Arbeit, beendet es seine Arbeit angemessen und ist seine Konzentration und Aufmerksamkeit ausreichend vorhanden.

Alle PädagogInnen beantworteten diese Fragen subjektiv. Daher spielen sicher Auslegungsunterschiede und auch Erwartungshaltung an Verhalten je nach Alter eine Rolle.

Ergebnisse 2016

Im Mai/Juni 2016 fand die motorische Endevaluierung statt. Dabei wurden alle Kinder, die noch an der Schule waren und bei der Erstevaluation mitgemacht haben, mit der gleichen Testbatterie unter denselben Rahmenbedingungen untersucht. Jeder einzelne Test dauerte 10 Minuten.

Einige Auswertungen wurden mit Excel durchgeführt und graphisch aufbereitet. Die statistische Evaluierung wurde von Frau Dr. Sigrid Graumann-Brunt aus Deutschland mittels SPSS ausgeführt.

Der genannte Jahrgang bezieht sich immer auf das Bezugsjahr 2016.

Hoch signifikante Verbesserungen gab es in allen motorischen Evaluierungen.

Trainiert wurden mit SIMMO jedoch keine Koordinationsübungen, sondern motorische Basiskompetenzen. Wie erwartet wurde, helfen gute motorische Basiskompetenzen aber auch die höheren motorischen Fertigkeiten zu verbessern.

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© Copyright 2016 Daniela Arnold 

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